Fachkräfte sind gefragter denn je
Bettina
Bettina Bernhard

Fachkräfte in der Bahnindustrie – gefragter denn je (Part 1)

Beitrag vom 6. Juli 2022

Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Fachkräfte sind jedoch heutzutage sehr schwer zu finden, da jede Branche händeringend nach qualifizierten Fachkräften sucht, einschließlich der Unternehmen der Bahnindustrie. Ein Ereignis, das die Bahnindustrie in naher Zukunft betreffen wird, ist, dass in den kommenden Jahren ein erheblicher Teil der Beschäftigten altersbedingt ausscheiden wird – in Deutschland etwa die Hälfte. Die Folge ist der Verlust von wertvollem Know-how.

Darüber hinaus ist die Bahnindustrie ein wesentliches Instrument zur Erreichung der Klimaziele. Die Veränderung des Verkehrsaufkommens bewirkt ein Wachstum der Bahnindustrie – wachsen kann sie aber nur, wenn ausreichend Personal zur Verfügung steht und Know-how im Unternehmen verankert ist. Aus diesem Grund konzentrieren sich die Bahnunternehmen sehr stark auf das strategische Personalmanagement: Personalbedarf, Rekrutierung, Einsatzplanung und Entwicklung. In diesen Bereichen kann die Digitalisierung einen wertvollen Beitrag leisten, um die Herausforderungen von Personalmangel und Know-how-Verlust zu verringern.

Der Weg zum Schutz Ihres Know-hows

Wie schon im letzten Blog Beitrag „Wissen zugänglich machen: Software, die Potenzial erschließt“ erläutert, ist die Digitalisierung ein wichtiges Tool, das die Grundvoraussetzungen für ein zentralisiertes Wissensmanagement bildet.

Der Abgang von Mitarbeitern ist immer mit Wissensverlust verbunden – Wissen, das für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens entscheidend ist. Egal, ob es sich um administratives, prozessbezogenes, oder strategisches Wissen handelt, jedes Wissen ist relevant und sollte im Unternehmen verankert werden.

Auch wenn Personen in einem Unternehmen neu beginnen, die bereits jahrelange, einschlägige Berufserfahrung mitbringen, müssen sie die Prozesse des Unternehmens erst kennenlernen. Sie werden mit Tätigkeiten konfrontiert, die nicht 1:1 so ablaufen, wie bei früheren Arbeitgebern. Für Fachpersonal ist das Onboarding auf jeden Fall einfacher, als für Personen, die weniger Erfahrung mitbringen. Diese müssen erst ausgebildet werden. Egal, um welchen Fall es sich handelt, die Einschulung braucht Zeit – bei manchen mehr und bei manchen weniger. Das Ziel von Unternehmen ist es natürlich, Arbeitsnehmer so schnell wie möglich in ihre Arbeitsplätze zu integrieren, damit diese effektiv und effizient agieren können.

Mit der richtigen Digitalisierungsstrategie unterstützen Sie die schnelle Integration und Entwicklung von Arbeitnehmern. Softwarelösungen bieten heutzutage wertvolle Entlastung von administrativen Tätigkeiten, damit sich die Mitarbeiter:innen auf ihre eigentlichen Tätigkeiten fokussieren können. Prozesse werden größtenteils automatisiert und Informationen dort bereitgestellt, wo sie benötigt werden. Die Digitalisierung bietet somit die Möglichkeit zur Beschleunigung von Arbeitsvorgängen.

Potentiale für die Instandhaltung – von korrektiv zu vorausschauend

Wie viele Fahrzeuge befinden sich in Ihrem Fuhrpark? In welchem Zustand befindet sich jedes dieser Fahrzeuge? Wann steht der nächste Werkstatttermin an bzw. wann sollte dieser spätestens durchgeführt werden? Wann ist der beste Zeitpunkt, um das Fahrzeug in die Werkstatt zu stellen? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich ein Asset Manager / eine Asset Managerin hinsichtlich Instandhaltung auseinandersetzt. Das Ziel ist es, die Instandhaltungskosten so niedrig wie möglich und die Verfügbarkeit, sowie die Verlässlichkeit so hoch wie möglich zu halten.

Die wesentlichen Fragen werden in der Fahrzeugakte behandelt und beantwortet. Mit der Softwarelösung Rail Asset von Boom Software werden administrative Aufwände reduziert, sodass sich Asset Manager:innen dem Thema der Optimierung von Instandhaltungsstrategien widmen und so Potenziale in der Instandhaltung erzielen können. Rail Asset unterstützt aber nicht nur bei administrativen Tätigkeiten, sondern ermöglicht mit dem Modul „Predictive Maintenance“ ebenso die vorausschauende Wartung, wie beispielsweise für Radsätze.

Predictive Maintenance am Beispiel von Radsätzen

Die Messdaten der vorgenommenen Messungen werden in der Softwarelösung gesammelt. Idealerweise werden diese automatisch vom Messegerät über eine Schnittstelle in die Softwarelösung eingepflegt. Dies wird aktuell in Zusammenarbeit mit dem Produkt Calipri von NEXTSENSE GmbH ermöglicht. Mittels Modellen wird die Verschleißkurve der Radsätze skizziert und das Datum der nächsten Reprofilierung oder des Radsatztausches errechnet. In das Modell fließt nicht nur eine Variable, sondern es setzt sich aus verschiedenen Variablen zusammen, die den Verschleiß der Radsätze im Wesentlichen beeinflussen. Durch diese zur Verfügung gestellten Informationen kann der/die Asset Manager:in nicht nur Instandhaltungstermine besser planen, sondern auch den zukünftigen Bedarf an Radsätzen. Weitere Informationen zum vorausschauenden Radsatzmanagement finden Sie hier.

Eine weitere Unterstützung bildet die Digitalisierung in der Ursachenfindung von technischen Problemen an Fahrzeugen. Uptime Engineering spezialisiert sich auf die zustandsbasierte Instandhaltung und leitet Schwachstellen auf technischer Systemebene ab, um den Benutzern einfach und schnellstmöglich die Ursache des Problems mitzuteilen. Dadurch wird einerseits die Ausfallzeit des Fahrzeuges verkürzt und andererseits Ressourcen geschont, indem die Analysezeit verringert wird. Gemeinsam mit Uptime Engineering stellt Boom Software diese Informationen in Form von automatisch generierten Instandhaltungsmeldungen zur Verfügung. Möchten Sie mehr über Uptime Engineering erfahren, dann besuchen Sie dessen Website hier.

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